Der "I-Regler" ist ein integral wirkender Regler, d.h. jeder Regelabweichung ist eine bestimmte
Geschwindigkeit der Ventilstellung zugeordnet.
Das Hebelgestänge ist nun durch einen drehzahlregelbaren Stellmotor ersetzt. Die Veränderung der Drehzahl übernimmt ein Potentiometer oder Schiebewiderstand.
Im Augenblick liegt keine Spannung am Motor, so dass der Motor steht. Der Sollwert ist erreicht.
Steigt der Füllstand, dann liegt am Schiebewiderstand positive Spannung – der
Motor dreht sich im Uhrzeigersinn (rechts herum) und schließt das Ventil.
Bei fallendem Füllstand wird negative Spannung abgegriffen, der Motor dreht sich
gegen den Uhrzeigersinn (links herum) und schließt das Ventil.
Dem Niveau ist eine bestimmte Motorspannung und somit auch eine Motordrehzahl zugeordnet. Das heißt,
je größer die Regelabweichung, umso größer ist die Stellgeschwindigkeit.
Die Ausgangsspannung U wird durch die Nachstellzeit Tn eingestellt.
Es gilt folgender Zusammenhang:
Je größer die Nachstellzeit Tn ist, umso kleiner ist die Ausgangsspannung U,
d.h. umso langsamer dreht der Motor – die Regelung wird träger!
Merke: Der I-Regler besitzt niemals eine bleibende Regelabweichung, reagiert aber träger als
der P-Regler. Für eine Niveauregelung ist er ungeeignet, da er nicht stabil regelt
sondern schwingt.